Stiftung Healthbox

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In Katastrophengebieten ist eine schnell einsatzbereite Gesundheitsversorgung von essentieller Bedeutung. Mobile Gesundheitsstationen wie sie derzeit in Krisengebieten zum Einsatz kommen, bestehen aus roßen Zeltlagern, die für einen drei- bis viermonatigen Einsatz ausgelegt sind. Danach sind sie jedoch meist aufgrund der temporären Ausstattung nicht mehr voll gebrauchsfähig und werden zurückgebaut. Da selbst eine Basisgesundheitsversorgung in den meisten Entwicklungs- und Schwellenländern nicht gegeben ist und zudem die notwendige Infrastruktur fehlt, bemühen sich nationale wie internationale Hilfsorganisationen seit Jahren, den enormen Bedarf an kostengünstiger und effizienter medizinischer Versorgung zu decken. Es gibt verschiedene Projekte, die sich mit den unterschiedlichsten Strategien für die Entwicklung solcher Einrichtungen beschäftigen. Zur Patientenversorgung in Krisengebieten oder auch medizinisch unterversorgten Gegenden müssen mobile Systeme schnell einsatzfähig und vor allem robust sein, um die Grundlage für eine nachhaltige und ausbaufähige Gesundheitsversorgung zu schaffen. Es werden daher hohe Anforderungen an die Konstruktionen gestellt: Sie müssen widerstandsfähig, hygienisch einwandfrei, vielfältig nutzbar, leicht aufzubauen und gleichzeitig langlebig, aber auch voll funktionsfähig sein ohne auf lokale Ressourcen wie Energie- und Wasserversorgung angewiesen zu sein sowie die bestmöglichen Aufenthaltsbedingungen für Personal und Patienten bieten. Die von uns entwickelte „Health Box“ ist ihrer Grundidee nach ein Baukastensystem für eine Gesundheitseinrichtung zur Primär- und Sekundärversorgung in Entwicklungs- und Schwellenländern, die den Anforderungen in Katastrophengebieten angepasst werden kann. Sie ist eine vorgefertigte medizinische Abteilung, die eine medizinische Grundversorgung in ländlichen und abgelegenen Gebieten durch erweiterbare Module aus ISO - normierten Schiffscontainern ermöglicht. Im Kern jedes Moduls haben wir eine einzigartig gestaltete High - Tech - Wand vorgesehen, die die wesentliche technische Infrastruktur gewährleistet, einschließlich Rohrleitungssystem für medizinische Gase, Licht, Klimaanlage und Maßnahmen für saubere Luft – Faktoren, die für eine anspruchsvolle Gesundheitsversorgung notwendig sind. Sie verfügt über alle diagnostischen und therapeutischen Kapazitäten, wie z. B. Prävention, Notfallversorgung, Intensivpflege, Operationssäle und Geburtshilfe.
Die „Health Box“ ist äußerst mobil, flexibel und modular aufgebaut, kann zu einem kompletten Krankenhaus mit ambulanter und stationärer Pflege ausgebaut werden und verfügt über eine autarke Energie- und Wasserversorgung. Sie ist leicht zu transportieren und der hohe Vorfertigungsgrad erfordert keine komplizierte Montage. Lokales Material und lokale Baudienstleister können leicht die notwendigen Rahmenbedingungen für die Errichtung bereitstellen. Mit unserer „Health Box“ können wir unter effizienter Nutzung der finanziellen Ressourcen High - End- Medizin für Gebiete mit großem Versorgungsdefizit verfügbar machen und damit eine langfristige Versorgung auf höchstem Niveau mit den Möglichkeiten der digitalen und netzbasierten Medizin gewährleisten.

Nickl & Partner Architekten AG / Christine Nickl-Weller, Hans Nickl, Gerhard Eckl
Nickl & Partner Architekten AG / Christine Nickl-Weller, Hans Nickl, Gerhard Eckl